Kein Licht.

von Elfriede Jelinek


Regie Daniel Kunze
Musikalische Leitung Vasko Damjanov
Dramaturgie Frank Weiß
Bühne Dorothea Lütke Wöstmann
Kostüme
Janna Banning
Regieassistenz
Kerstin Sommer und Klara Linge
mit
Helge Salnikau und Corinna Pohlmann

In Zusammenarbeit mit der Regieklasse der Folkwang Universität der Künste

 

Das Wasser ist an Land gekommen, eine gewaltige Flutwelle hat alles mit sich fortgerissen. Energie wurde geraubt: Eine Anlage ist ausgefallen oder hat sich automatisch abgeschaltet. Nur noch ohrenbetäubende Stille erfüllt die Luft, ein Lärm, der die Welt lautlos unter sich begräbt, jedes Gehör taub macht, einem kollektiven Tinnitus gleich. Etwas hat sich grundlegend verändert - aber was? Etwas, das der Mensch erschuf, hat sich unumkehrbar gegen ihn gewandt, und das Licht, das früher auf ihn schien, muss er nun selbst abstrahlen, bläulich leuchtend aus den Knochen seines Körpers.
Ohne dass die Worte 'Fukushima' oder 'Atomkraft' fallen, ist "Kein Licht." ein Geisterszenario nach dem Super-GAU, ein Beckett-haftes Endspiel, das abrechnet mit unserem  Glauben an die Beherrschbarkeit der Technik und in dem die Schreie der totgeschwiegenen Opfer gespenstisch widerhallen.

"Elfriede Jelineks Theatertexte sind sperrig, gelten als schwer zu inszenieren. Aber wenn sie in fähige Hände geraten, dann geschieht etwas Wunderbares, Beglückendes. So jetzt im Bochumer Prinzregenttheater, wo sich Folkwang-Regieabsolvent Daniel Kunze an 'Kein Licht' gewagt hat." (Ruhrnachrichten)

"Und was bleibt? Das Schlussbild einer rundum gelungenen Inszenierung: unregelmäßiger Applaus derer, die vergeblich auf die Verbeugung der Mitwirkenden warten, während Bachs Air im Loop das verwirrte Publikum hinausgeleitet." (bsz)

 

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